Der Zauber der Alta Via del Sale und… der Bridgestone AX41
Schon der Name selbst ist ein Versprechen: Die hohe Salzstraße. Die hohe Salzstraße. Sie schlängelt sich vom Piemont und den französischen Alpen bis zum Ligurischen Meer. Einst eine Militärroute, später ein Salzweg, auf dem Maultiere wertvolle Fracht durch die Berge trugen, gilt sie heute als eine der spektakulärsten unbefestigten Strecken Europas.
Wir fuhren die Strecke vom Tenda-Pass nach Briga Alta auf der CFMoto 450 MT, ausgestattet mit dem AX41 von Bridgestone – dem geländetauglichsten Adventure-Reifen im Sortiment der Marke. Glauben Sie uns: Hier sind Tourenreifen fehl am Platz.
Kies, Sand und Geschichte
Über rund 30 Kilometer verläuft die Alta Via del Sale entlang des Hauptkamms der Alpen, in Höhenlagen zwischen 1.800 und 2.100 Metern. Startet man in Limone Piemonte in Richtung Monesi, taucht man sofort in eine Landschaft ein, die beinahe unwirklich wirkt: karges Gestein, windgepeitschte Karsthochflächen, Serpentinen, die sich an steile Felswände klammern, und Abgründe, die unmissverständlich klarmachen, dass dies keine gewöhnliche Straße ist.
Der Untergrund ist reines Offroad-Gelände – lose Steine, scharfkantige Platten, tiefer Schotter. Perfektes Terrain, um den AX41 auf Herz und Nieren zu prüfen.
Auch diese Strecke ist geschichtsträchtig. Im 14. und 15. Jahrhundert fuhren Salzkarawanen die Hänge hinauf und transportierten Waren aus Mittelmeerhäfen wie Nizza und Hyères. Im 16. Jahrhundert wurde sie als militärische Nachschublinie befestigt. Noch heute säumen Ruinen von Festungen und Wachtürmen die Route und erinnern stumm an ihre strategische Bedeutung. Hier zu fahren fühlt sich an wie die Fahrt durch ein Freilichtmuseum – nur dass die Ausstellungsstücke aktiv um die Bodenhaftung unter Ihren Reifen kämpfen.
AX41 in seinem Element
Hier fühlt sich der AX41 wie zu Hause. Entwickelt für Fahrer, die Abenteuer abseits befestigter Straßen suchen, krallt sich sein tiefes Profil mit unnachgiebigem Grip in Schotter und Steine. Auf der wendigen CFMoto 450 MT war die Kombination perfekt. Mit 42 PS ist das Motorrad zwar kein Kraftpaket, aber sein geringes Gewicht macht es agil und vermittelt auf losem Untergrund ein sicheres Fahrgefühl.
Wo große Adventure-Bikes mit Haarnadelkurven kämpfen und im weichen Schotter versinken, meisterte die 450 MT diese mühelos. Selbst als zwischen Rifugio Don Barbera und Monesi ein plötzlicher Regenguss einsetzte, hielten die AX41s die Spur. Ob nass oder trocken, sie vermittelten stets das gleiche Vertrauen.
Die Höhepunkte – im wahrsten Sinne des Wortes
Die Straße schlängelt sich über eine Reihe von Pässen: Colle della Perla (2,085 m), Colle del Lago dei Signori (2,130 m), Colle delle Selle Vecchie (2,097 m) und Colle della Boaria (2,102 m). Für jeden Bergliebhaber klingen diese Namen wie Poesie. An klaren Tagen kann man von den Gipfeln hinabblicken und das Mittelmeer am Horizont glitzern sehen – ein surrealer Kontrast zwischen schroffer Berglandschaft und dem tiefblauen Meer.
Lassen Sie sich aber nicht von der Landschaft täuschen. Die Klippen sind tückisch und der Untergrund unberechenbar. Es ist höchste Konzentration gefragt, und genau hier beweist der AX41 seine Stärken. Grip, Stabilität und ein sicheres Fahrgefühl – genau das, was man auf einer Straße braucht, die manchmal eher einem Feldweg als einer Autobahn gleicht.

Eine Straße der Kontraste
Die Magie derAlta Via del Sale liegt in ihren Kontrasten. Im einen Moment durchquert man die mondähnliche Ödnis des Carsene-Plateaus, im nächsten befindet man sich im Schatten des Bosco delle Navette, eines dichten Waldes, in dem das Licht über den Weg flackert.
Dieser Teil der ligurischen und maritimen Alpen ist für seine außergewöhnliche Biodiversität bekannt. Mehr als 2,600 Pflanzenarten gedeihen hier, begünstigt durch eine einzigartige Mischung aus mediterraner Wärme an den Südflanken und einem deutlich raueren alpinen Klima auf der Nordseite. So können sich zwei Seiten desselben Berges wie völlig unterschiedliche Welten anfühlen.
Hinzu kommen die verfallenen Militärfestungen, die entlang des Weges verstreut liegen, und so wird die Reise mehr als nur eine Spritztour – sie ist eine Reise durch Geschichte, Natur und Geologie zugleich.
In Richtung Passo di Tanarello
Von Briga Alta aus verläuft die Strecke weiter zum Passo di Tanarello (2,042 m), der die italienisch-französische Grenze überspannt. Wir fuhren weiter und stellten fest, dass dieser Abschnitt in einer eigenen Liga spielt.
Hier sind die Spurrillen achsentief, stellenweise bis zu einem Meter ausgefahren, und schlammige Passagen fordern Fahrer und Maschine gleichermaßen. Es ist die wildere, anspruchsvollere Schwester der Via del Sale – und ein Traum für alle, die ihre eigenen Grenzen ausloten wollen.
Selbst mit den Einheimischen bekamen wir es zu tun – allerdings nicht mit Dorfbewohnern, sondern mit den massigen Herdenschutzhunden, die über die Schafherden der Region wachen. Als einer von ihnen mit gefletschten Zähnen auf uns zustürmte, wurde der Gasgriff der 450 MT zu unserer Rettung. Eine Staubwolke und ein kurzer Beschleunigungsschub brachten uns gerade außer Reichweite. Eine eindringliche Erinnerung daran, dass diese Wege noch immer Arbeitsrouten der Schäfer sind. Wir sind hier nur zu Gast.
Aus Zeitgründen mussten wir vor dem Gipfel umkehren, aber vielleicht war das auch gut so. Die Fahrer, die wir trafen, versicherten uns, dass diese Strecke noch anspruchsvoller sei als die Alta Via del Sale. Ein offenes Ende – und die perfekte Ausrede, um wiederzukommen.

Überraschend zivilisiert auf Asphalt
Natürlich findet keine Abenteuerreise ausschließlich auf unbefestigten Wegen statt. Von unserem Basislager in Pinerolo in die Berge und zurück legten wir viele Kilometer zurück. Was uns am meisten beeindruckte: Trotz ihres grobstolligen Profils blieben die AX41 auf Asphalt stabil und berechenbar. Kurvenfahrten waren souverän, Vibrationen minimal. Die Reifen verhielten sich souverän, wie man es von straßenorientierten Modellen erwartet, nicht von Stollenreifen.

Warum diese Reise im Gedächtnis bleibt
Was die Alta Via del Sale unvergesslich macht, ist die Art, wie sie sich unter den Rädern verwandelt. Man startet zwischen alpinen Gipfeln, fährt hinab durch duftende Kräuter und warme Brisen und erreicht schließlich Briga Alta – ein winziges Dorf, das sich wie eine Belohnung am Ziel anfühlt. Von dort schlängelt sich der Asphalt weiter nach Monesi und, wenn man möchte, bis hinunter an die ligurische Küste.
Das wahre Abenteuer jedoch wartet dort oben – auf dem windgepeitschten Kamm, wo Geschichte, Natur und Motorradfahren zusammenfinden.
Ist die Alta Via del Sale eine der großartigsten Offroad-Strecken Europas? Ohne Zweifel. Hier geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Können, Kontrolle und das vollständige Eintauchen in die Bergwelt. Eine Straße, die nur im Sommer geöffnet ist, sobald sich der Schnee zurückzieht – und die eindrucksvoll daran erinnert, wofür Adventure-Bikes und Adventure-Reifen wirklich gebaut sind.
Mit dem Bridgestone AX41 und der CFMoto 450 MT hatten wir die perfekte Kombination. Die Fahrt war intensiv, fordernd und von atemberaubender Schönheit.
Die Alta Via del Sale ist nicht einfach eine Straße, die man befährt. Sie ist eine Straße, die man erlebt.












