Montag, Mai 18, 2026
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YART Yamaha feiert den zweiten Sieg in Folge – Le Mans liefert erneut einen 24-Stunden-Thriller

YART Yamaha feiert den zweiten Sieg in Folge – Le Mans liefert erneut einen 24-Stunden-Thriller

Die Ausgabe 2026 der 24 Heures Motos in Le Mans hat einmal mehr gezeigt, warum dieses Rennen zu den unberechenbarsten und anspruchsvollsten Langstrecken-Events zählt. Das Yamalube YART Yamaha EWC Official Team sicherte sich den Sieg und setzte damit den Ton für einen starken Saisonauftakt der von Bridgestone unterstützten Teams.

Nach ihrem Triumph im Jahr 2025 gelang dem österreichischen Team der zweite Sieg in Folge auf dem Circuit Bugatti, doch diesmal war der Weg zum Sieg alles andere als einfach.

Ein erbitterter Kampf von der ersten Sekunde an

Schon im Qualifying wurde der Ton für das Rennen gesetzt: Das Yamalube YART Yamaha EWC Official Team sicherte sich die Pole-Position mit denkbar knappem Vorsprung. Eine Rekordrunde von 1:34,267 Minuten durch Karel Hanika brachte die Yamaha mit der Startnummer 1 hauchdünn vor das BMW Motorrad World Endurance Team – nur wenige Tausendstelsekunden trennten die beiden Titelanwärter.

Trotz Start von der Pole-Position kam das Yamalube YART Yamaha EWC Official Team schlecht weg und fiel früh aus den Top Fünf zurück. Das F.C.C. TSR Honda France übernahm die Initiative, während auch das KM99 Yamaha zunächst mit starkem Tempo überzeugte – bis die ersten Wendungen des Rennens einsetzten. Ein Motorschaden bei KM99 führte rasch zu einer Neuordnung im Feld, während sich YART Runde für Runde wieder nach vorn kämpfte.

Strategie vs. Geschwindigkeit: YART und BMW treten im direkten Duell gegeneinander an

Nach vier Stunden hatte das Yamalube YART Yamaha EWC Official Team zwar die Führung übernommen, doch entschieden war das Rennen noch lange nicht. Das hohe Tempo hatte seinen Preis: Ein erhöhter Kraftstoffverbrauch zwang zu kürzeren Stints. Die BMW M 1000 RR hingegen absolvierte längere Stints von bis zu 37 Runden und konnte sich so dank kluger Strategie wieder an die Spitze herankämpfen.

Nach acht Stunden hatte das BMW Motorrad World Endurance Team die Führung übernommen, sich die maximale Punktzahl in der Zwischenwertung gesichert und die Kontrolle bis tief in die Nacht behauptet. Auch nach 16 Stunden lag das Team noch an der Spitze – mit nur knappem Vorsprung vor YART.

Unter ständig wechselnden Rennbedingungen überzeugten beide Teams mit starkem, konstantem Tempo auf Bridgestone-Reifen.

Hinter ihnen verschärfte sich der Kampf um die Podiumsplätze. Yoshimura SERT Motul blieben trotz anfänglicher Elektronikprobleme in Schlagdistanz, während Kawasaki Webike Trickstar eine souveräne und konstante Leistung ablieferte und damit im Rennen blieb.

Dramatische Wendung im Morgengrauen stellt das Rennen auf den Kopf

Wie so oft in Le Mans kam der entscheidende Moment in den frühen Morgenstunden.

Nachdem das BMW Motorrad World Endurance Team lange Zeit in Führung gelegen hatte, schwand der Traum vom Sieg innerhalb kürzester Zeit. Ein Sturz von Michael van der Mark warf die Maschine mit der Startnummer 37 aus dem Rennen.

Das Yamalube YART Yamaha EWC Official Team nutzte die Chance, übernahm erneut die Führung und kontrollierte das Rennen bis ins Ziel. Das österreichische Team behielt die Nerven und sicherte sich einen souveränen Sieg.

SERT und Kawasaki nutzen ihre Chance

Hinter der dominierenden Maschine des Yamalube YART Yamaha EWC Official Teams zeigte das Yoshimura SERT Motul eine beeindruckende Aufholjagd und sicherte sich Rang zwei. Trotz früher Rückschläge – darunter technische Probleme und dichter Verkehr – bewies das Team über die gesamten 24 Stunden seine typische Widerstandsfähigkeit.

Rang drei ging an das Kawasaki Webike Trickstar, dessen disziplinierte und zuverlässige Herangehensweise sich auszahlte. Mit konstanter Performance und ohne größere Zwischenfälle nutzte das Team die Rückschläge der Konkurrenz und sicherte sich einen verdienten Podestplatz.

Alle drei Teams auf dem Podium setzten auf Reifen von Bridgestone – ein eindrucksvoller Beleg für ihre Leistungsfähigkeit und Konstanz über die gesamten 24 Stunden.

Ein Rennen der Ausfälle und verpassten Chancen

Anderswo erwies sich das Rennen als unerbittlich.

Das F.C.C. TSR Honda France zeigte von Beginn an ein hohes Tempo und lag lange in Führung, bevor eine nächtliche Kollision einen längeren Reparaturstopp erforderlich machte. Weit zurückgeworfen startete das Team eine entschlossene Aufholjagd, kämpfte sich bis auf Rang zwölf nach vorn und rettete damit wichtige Meisterschaftspunkte.

„Das ist nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten“, sagte Alan Techer. „Wir haben gezeigt, dass das Motorrad schnell und konstant sein kann. Leider hatten wir einen kleinen Sturz, aber wir mussten das Rennen zu Ende fahren und die Punkte mitnehmen.“

Das AutoRace Ube Racing Team beeindruckte bei seinem Debüt über eine komplette Saison und zählte als eines der von Bridgestone unterstützten Teams konstant zu den Spitzenreitern – und stellte sein Potenzial eindrucksvoll im Duell mit etablierten Mannschaften unter Beweis.

Unterdessen zeigte das KM99 Yamaha ein starkes Anfangstempo, bevor es aus dem Rennen ausschied – ein Beleg dafür, wie selbst kleine Probleme in Le Mans einen vielversprechenden Lauf zunichtemachen können.

Ein Sieg, der ein Zeichen setzt

Am Ende war der Sieg des Yamalube YART Yamaha EWC Official Teams eine echte Meisterleistung im Langstreckensport – eine perfekte Kombination aus Geschwindigkeit, Konstanz und Rennmanagement genau im entscheidenden Moment.

Nach einem schwierigen Start und der souveränen Kontrolle in der Schlussphase bewiesen die amtierenden Weltmeister einmal mehr ihre Fähigkeit, auch unter Druck Leistung zu bringen. Der Sieg markiert zudem Yamahas sechsten Erfolg in Le Mans. 

Blick in die Zukunft

Nach dem Saisonauftakt der FIM Endurance World Championship 2026 zeichnet sich bereits ab, dass erneut eine hart umkämpfte Saison bevorsteht.

Die Meisterschaft geht nun weiter zu den8 Hours of Spa Motos im Juni, wo die von Bridgestone unterstützten Teams versuchen werden, den Schwung mitzunehmen oder noch stärker zurückzukommen. Nach diesem Saisonauftakt ist klar: Der weitere Verlauf bleibt alles andere als vorhersehbar.

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