fbpx
Donnerstag Dezember 8, 2022
HomeReiseinspirationDakar Legends Trail: Alle Wege führen nach Hause

Dakar Legends Trail: Alle Wege führen nach Hause

Teil XNUMX und XNUMX des Reiseberichts unseres sagenhaften Dakar-Abenteuers handelten davon, wie wir große Teile der Sahara durchquerten, am Atlantik entlang durch die Westsahara fuhren und an der mauretanischen Grenze auf Probleme stießen. Hier lest ihr, wie es ausgegangen ist.

Nur nicht aufgeben

Nach vier Tagen Ausharren an der Grenze zu Mauretanien gestand der marokkanische Zoll letztendlich ein, dass wir die Grenze nicht passieren konnten. Doch wir durften die Motorräder durch Mauretanien transportieren... in unserem Van. Aber mit nur einem Fahrer, ohne Beifahrer. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als die Maschinen in den Van zu laden, ein Taxi zurück nach Dakhla zu nehmen und von dort aus nach Dakar zu fliegen. Von Dakar aus fuhren wir nach Saint Louis an der Grenze zu Mauretanien und warteten dort auf den Transporter mit den Motorrädern, der auf der anderen Seite der Grenze ankommen sollte. Durch diese ganze Unternehmung verloren wir viel Zeit und Geld, doch wir waren fest entschlossen, unser Dakar-Abenteuer durchzuziehen. Auch wenn die Grenzen wegen Covid geschlossen waren. Oder aus welchem Grund auch immer.

Hallo, Botschaft?

Doch als wir dann mit einem Allrad-Mietwagen auf der senegalesischen Seite der Grenze ankamen, war von unserem Van weit und breit keine Spur. Wie sich herausstelle, hatte unser Fahrer noch mit dem Zoll in Marokko zu kämpfen. Da beschlossen wir, uns an die Botschaft zu wenden. Mithilfe des senegalesischen Konsuls und der senegalesischen Botschaft, der sich wiederum mit der Botschaft in Rabat in Verbindung setze. Das ging so weit, dass die Botschaft selbst bei uns anrief und versprach, das Grenzproblem schnell zu lösen. Ein Hoffnungsschimmer kam auf.

Große Enttäuschung

Später am Abend erhielten wir einen Anruf von der belgischen Botschaft in Marokko, die uns mitteilte, dass die Grenze geschlossen sei. Und dass wir nichts dagegen tun konnten. Vielleicht wäre der Transport der Motorräder ja per Boot möglich? Eben nicht. Schließlich war es ja nie unsere Absicht gewesen, die Motorräder nach Dakar zu verschiffen. Das hätten wir von jedem Hafen der Welt aus tun können. Unser Ziel war es, dorthin zu fahren, und die Enttäuschung, dass uns das einfach nicht gelingen wollte, war groß.

Hartnäckigkeit

Da die Grenze zu Algerien seit Jahrzehnten geschlossen und der Fährverkehr mit Spanien nun auch eingestellt war, hatte Marokko sich isoliert. Das Eingeständnis, dass auch die Grenze zu Mauretanien unpassierbar war, wäre eine Bestätigung der totalen Isolation gewesen. Doch das wollte niemand zugeben. Andererseits ließen sie uns nicht über die Grenze, was zu einer verschärften Form der Beharrlichkeit auf unserer Seite führte und viel Zeit und Geld in Anspruch nahm. Doch wenn man dann von der Botschaft mitgeteilt bekommt, dass es nicht möglich ist, kann man davon ausgehen, dass es wirklich nicht geht. Teils aus Enttäuschung, teils aus Hartnäckigkeit fuhren wir dennoch mit einem Allrad-Mietwagen zum Lac Rose, aber es fühlte sich irgendwie nicht gut an. Der härteste und anstrengendste Teil lag hinter uns, und wir mussten nur noch ein Stück geradeaus nach Mauretanien fahren, um auf die wunderschönen roten Pisten zu gelangen, die zum Lac Rose führen. Von der Stelle aus, an der wir anhielten, hätten wir ohne jegliche technische Schwierigkeiten mühelos in zwei Tagen zum Lac Rose fahren können.

Auch Hubert Auriol brach sich zwei Knochen, als er mit dem Ziel vor Augen und als Führender der vorletzten Etappe nach Dakar fuhr. Für „L'Africain“ muss es unermesslich schwieriger, schlimmer und schmerzhafter gewesen sein. Aber wir verstehen ihn jetzt ein bisschen besser, denn wir waren um Haaresbreite davon entfernt, mit einem 42 Jahre und einem 42 Tage alten Motorrad nach Dakar zu fahren.

 

Alle Wege führen nach Hause

Es wäre sinnlos gewesen, im Senegal zu bleiben. Es konnte Wochen oder Monate dauern, bis die Grenze wieder geöffnet wurde. Also machten wir uns auf den Heimweg, denn schließlich führen alle Wege nach Hause. Während wir diese Zeilen schreiben, wurde die Grenze zu Mauretanien gerade wieder aufgemacht. Da der Fährverkehr nach Spanien aber immer noch nicht wieder aufgenommen wurde, stehen die Motorräder noch in unserem Van in Marokko. Genau genommen in Agadir, wo uns ein einheimischer Reiseführer eine bewachte Garage vermietet hat. Wäre es nicht wunderbar, das Projekt zu Ende bringen zu können? Vielleicht wird es ja doch noch möglich. Und ihr könnt euch darauf verlassen, dass ihr dann auf Gripping Stories alles darüber lesen könnt!

 

Die dritte Folge könnt ihr euch hier ansehen

- Werbung -

Am beliebtesten