Suzuka, Japan – 5. Juli 2026
Die Coca-Cola Suzuka 8 Hours 2026 unterstrichen einmal mehr die Stärke von Bridgestone bei einem der anspruchsvollsten Langstreckenrennen der Welt. Bei der von Regen geprägten Ausgabe des japanischen Klassikers sicherte sich Honda HRC den fünften Sieg in Folge. Gleichzeitig überquerten die ersten 13 Teams des Klassements sämtlich auf Bridgestone-Reifen die Ziellinie.
Da Bridgestone neben den permanent in der FIM Endurance World Championship vertretenen Teams auch mehrere japanische Teams exklusiv für die Suzuka 8 Hours unterstützte, wurde das Rennen einmal mehr zu einer eindrucksvollen Demonstration von Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Konstanz unter den anspruchsvollsten Bedingungen der Saison.

Alle Augen auf Suzuka: Regen, Druck und Prestige
Die Suzuka 8 Hours zählen zu den legendärsten Rennen im Kalender der FIM Endurance World Championship (FIM EWC). Hier treffen Werksstolz, Streckenkenntnis und Ausdauerstrategie auf einer der technisch anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt aufeinander.
In diesem Jahr sorgte der Regen für zusätzliche Herausforderungen. Das Top-10-Trial musste aufgrund der nassen Streckenbedingungen abgesagt werden, sodass die Startaufstellung auf Basis der Qualifikationszeiten festgelegt wurde. Honda HRC ging von der Pole-Position ins Rennen, vor dem BMW Motorrad World Endurance Team, dem Elf Marc VDS Racing Team/KM99, dem YART Yamaha Official EWC Team und dem Yamaha Factory Racing Team.
Mit dem Rennstart sorgte die nasse Strecke sofort für eine Neuordnung des Feldes. Gregg Black sicherte sich auf der Yoshimura SERT Motul Suzuki den Holeshot, während Naomichi Uramoto das AutoRace Ube Racing Team bereits in den ersten Runden an die Spitze brachte. Von Beginn an war klar: Die Suzuka 8 Hours würden zu einem Rennen werden, das Nervenstärke, Präzision und absolutes Vertrauen in die Reifen verlangte.
Podium Power: Sieg für Honda HRC, Geschichte für BMW
An der Spitze erwies sich Honda HRC einmal mehr als das Maß der Dinge. Takumi Takahashi, Jonathan Rea und Somkiat Chantra steuerten die Honda mit der Startnummer 30 nach 188 Runden zum Sieg. Das Rennen endete hinter dem Safety-Car, nachdem gegen Rennende erneut starker Regen eingesetzt hatte.
Für Takumi Takahashi war es bereits der achte Sieg bei den Suzuka 8 Hours – ein weiterer Meilenstein, mit dem er seinen Rekord ausbaute. Gleichzeitig feierte er seinen fünften Erfolg in Folge bei diesem Klassiker. Auch Honda setzte seine beeindruckende Serie fort und sicherte sich den fünften Suzuka-Sieg in Folge sowie den insgesamt 32. Triumph bei diesem Rennen. „Die Bedingungen waren schwierig, und ich möchte mich bei allen meinen Teamkollegen bedanken“, sagte Takahashi. „Somkiat ist heute zwar nicht gefahren, hat das Team aber dennoch maßgeblich unterstützt. Deshalb ist dieser Sieg ein Erfolg für uns alle drei. Es war eine großartige Teamleistung. Ich möchte mich außerdem beim gesamten Team für die Boxenstopps bedanken – die Reifenwechsel und alle Abläufe haben perfekt funktioniert.“
Das Yamaha Factory Racing Team sicherte sich mit Katsuyuki Nakasuga, Jack Miller und Andrea Locatelli nach einer starken und kontrollierten Vorstellung unter schwierigen Bedingungen den zweiten Platz.„Die Suzuka 8 Hours waren wohl ein verrücktes Rennen“, sagte Locatelli. „Letztes Jahr war es brütend heiß, dieses Jahr hat es praktisch die ganze Zeit geregnet. Acht Stunden im Regen zu fahren, ist wirklich anspruchsvoll. Aber am Ende haben wir, denke ich, eine großartige Leistung gezeigt.“
Das BMW Motorrad World Endurance Team komplettierte das Podium und bescherte BMW den ersten Podestplatz überhaupt bei den Suzuka 8 Hours. Gleichzeitig war es das erste Podium eines europäischen Herstellers in der Geschichte dieses Rennens. Markus Reiterberger, Steven Odendaal und Michael van der Mark lieferten nach einer schwierigen ersten Runde eine starke Aufholjagd und kämpften sich vom 15. auf den dritten Platz vor. „Es ist einfach großartig, mit meinem Team und mit BMW hier auf dem Podium zu stehen“, sagte van der Mark. „Wir haben den ganzen Winter hart gearbeitet, und seit unserer Ankunft in Suzuka waren wir alle drei sehr schnell. Dieser Podestplatz ist ein tolles Geschenk für das gesamte Team und für BMW.“
Starke Ergebnisse für Bridgestone-Teams
Hinter dem Podium belegte das YART Yamaha Official EWC Team nach einer weiteren konstant starken Leistung den vierten Platz. Die amtierenden Weltmeister blieben während des gesamten Rennens im Kampf um den Sieg – trotz Regens, mehrerer Safety-Car-Phasen und ständig wechselnder Streckenbedingungen.
Das AutoRace Ube Racing Team sorgte für eine der bemerkenswertesten Geschichten des Wochenendes. Nachdem sich Hannes Soomer während der Testfahrten verletzt hatte, verpflichtete das Team kurzfristig Christophe Ponsson als Ersatz für das Fahrertrio mit Naomichi Uramoto und Sylvain Guintoli. Uramoto zeigte auf nasser Strecke eine herausragende Leistung, übernahm in der ersten Rennstunde die Führung und fuhr zur Rennhalbzeit die schnellste Runde. Am Ende belegte das Team den fünften Platz – weniger als zwei Sekunden hinter dem YART Yamaha Official EWC Team, nachdem es eine Zehn-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe hatte hinnehmen müssen.
Yoshimura SERT Motul belegte nach einem hart umkämpften Rennen den sechsten Platz. Das Suzuki-Werksteam war vielversprechend in das Rennen gestartet: Gregg Black sicherte sich den Holeshot. Eine Strafe wegen eines fehlerhaften Tankvorgangs kostete das Team jedoch wertvolle Zeit. Trotz dieses Rückschlags sammelte Yoshimura SERT Motul wichtige Punkte für die Meisterschaft.
Kawasaki Webike Trickstar beendete die Suzuka 8 Hours nach einem schwierigen Rennen auf dem 13. Platz. Unter den anspruchsvollen Bedingungen blieb das Ergebnis zwar hinter den Erwartungen des Teams zurück, doch KWT stellte einmal mehr seinen Kampfgeist unter Beweis. „Es war ein anspruchsvolles Rennen, aber wir haben nie aufgegeben und bis zum Ende der acht Stunden gemeinsam gekämpft“, erklärte das Team.
F.C.C. TSR Honda France hatte bereits vor dem Rennen mit einer starken Leistung überzeugt und sich als Sechster qualifiziert – eine Verbesserung um fünf Startplätze gegenüber 2025. Im Rennen selbst geriet das Team jedoch bereits in der ersten Hälfte zurück, nachdem die Honda mit der Startnummer 5 zwischen Kurve 14 und 15 liegen geblieben war. Zwar kämpfte sich die Mannschaft zurück, doch eine Rückkehr an die Spitze war nicht mehr möglich. Am Ende belegte F.C.C. TSR Honda France den 26. Gesamtrang.
Auch das Elf Marc VDS Racing Team/KM99 erlebte nach einer starken Qualifikation ein schwieriges Rennen. Das belgische Yamaha-Team war von Startplatz drei ins Rennen gegangen und hatte zuvor mit beeindruckendem Tempo überzeugt. Ein früher Sturz von Florian Marino verursachte jedoch erhebliche Schäden am Motorrad und zwang die Mannschaft zu einem längeren Reparaturstopp. Das Team kehrte anschließend ins Rennen zurück und beendete die Suzuka 8 Hours auf dem 30. Gesamtrang.
Ein Reifen, der lange hält
Die Suzuka 8 Hours zählen nach wie vor zu den härtesten Prüfungen im Motorrad-Langstreckensport. Die technisch anspruchsvolle Streckenführung, das unberechenbare Wetter und der hohe Wettbewerbsdruck verlangen nach Reifen, die Runde für Runde sowohl bei Nässe als auch auf trockener Strecke Höchstleistungen erbringen.
Für Bridgestone waren die Suzuka 8 Hours 2026 ein weiteres Beispiel dafür, dass der Rennsport als echtes Entwicklungslabor dient. Ob Werksteams, permanente Teilnehmer der FIM Endurance World Championship oder japanische Teams, die speziell für die Suzuka 8 Hours unterstützt wurden – Bridgestone-Reifen halfen den Fahrern, eines der anspruchsvollsten Rennen der Saison unter schwierigsten Bedingungen erfolgreich zu meistern.
Während die Meisterschaft auf die Finalrunde zusteuert, bleiben die von Bridgestone unterstützten Teams weiterhin fest im Titelrennen und nehmen den Schwung einer weiteren herausragenden Leistung auf heimischem Boden mit.










