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Donnerstag Dezember 8, 2022
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FCC TSR Honda holt sich den Sieg bei der FIM Endurance World Championship 2022

Der Bol d’Or in Frankreich sorgt immer wieder für Aufregung und Spannung. Auch die diesjährige Ausgabe war da keine Ausnahme. Dem Team mit der Nummer 333 gelang beim Jubiläumsrennen zum 100. Bol d’Or ein wahrhaft grandioser Sieg. Doch das von Bridgestone unterstützte Team F.C.C. TSR Honda France ging noch einen Schritt weiter und behauptete am Sonntag nach 24 anstrengenden Rennstunden auf dem Circuit Paul Ricard auch den FIM Endurance Weltmeistertitel für sich.

Der Titelerfolg von F.C.C. TSR Honda France war das Ergebnis eines dramatischen, kräftezehrenden Rennens unter der südfranzösischen Sonne und bildete den Abschluss einer weiteren actiongeladenen EWC-Saison, die unter anderem das 24-Stunden-Rennen in Le Mans und Spa-Francorchamps sowie ein Comeback des 8-Stunden-Rennens von Suzuka in Japan zu bieten hatte.

Vor vollen Tribünen war der erste EWC-Sieg von Viltaïs Racing Igol dramatisch und etwas unerwartet. Mit diesem Bol d’Or-Sieg gingen die vier Rennsiege der EWC 2022 an vier verschiedene Teams. So offen war die Meisterschaft in dieser Saison.

Feierstimmung für neuen FIM EWC-Weltmeister F.C.C. TSR Honda France

F.C.C. TSR Honda France knüpft mit seinem Titelerfolg bei der FIM Endurance World Championship an die Saison 2017/18 an, als Josh Hook zusammen mit Freddy Foray und Alan Techer den Hauptpreis der EWC gewann. Die japanische Crew war eines von fünf Teams, die in einem harten Kampf um den Ruhm beim Bol d’Or an den Start gingen. Als seine vier Rivalen in Schwierigkeiten gerieten, konnte sich das Honda-Team schließlich durchsetzen. Die Ganzjahresfahrer Mike Di Meglio und Hook wurden beim letzten Event des Jahres von Alan Techer anstelle von Gino Rea auf der Honda mit der Nummer 5 unterstützt. Gino hatte letzten Monat bei einem Sturz in Suzuka schwere Kopfverletzungen erlitten, F.C.C. TSR Honda France davor jedoch beim 24 Heures Motos und 24H SPA EWC Motos auf Podestplätze verholfen. Titelverteidiger Yoshimura SERT Motul schaffte es bei der Meisterschaft schlussendlich auf den zweiten Platz.

„Ich habe gelernt, dass man nie denken darf, das Rennen sei vorbei, bevor man die Ziellinie erreicht hat", so Josh Hook. „Wir haben schon in aussichtsloseren Situationen gesteckt und trotzdem das Rennen für uns entschieden. Auch wir haben wie alle anderen das eine oder andere Drama hinter uns. Doch wir haben nie aufgegeben und einfach weitergemacht. Wir sind die ganze Nacht über viele wirklich gute Rennläufe gefahren und haben alle drei eine durchgehend hohe Geschwindigkeit abgeliefert. (…) Wir haben versucht, so vorsichtig wie möglich zu fahren und einfach nur den Meisterschaftstitel für unser Team, Honda und alle unsere Partner nach Hause zu holen.“ 

Kopfzerbrechen für Yoshimura SERT Motul und YART Yamaha Official Team EWC

Während F.C.C. TSR Honda France die Korken knallen ließ, bereitete der Bol d’Or den anderen beiden von Bridgestone unterstützten Teams, den EWC-Titelanwärtern YART Yamaha Official Team EWC und Yoshimura SERT Motul, Kopfzerbrechen.

Technische Probleme bei Yoshimura SERT Motul

Nachdem Gregg Black in der Anfangsphase die Führung innehatte, kam es bei Kazuki Watanabe auf der Suzuki GSX-R1R mit der Nummer 1000 nach 34 Runden zu Problemen für Yoshimura SERT Motul. Auch nach drei Stunden harter Arbeit an einem Überhitzungsproblem des Motors musste das Team leider aufgeben.

„Leider hatte unser Motor ein Überhitzungsproblem.Wir befanden uns damals in einer starken Position und die Crew leistete unglaubliche Teamarbeit, um das Problem zu beheben. Leider ist es uns nicht gelungen, weil uns die nötigen Teile fehlten. Wir mussten aus Sicherheitsgründen bestimmte Komponenten austauschen, doch allen Anstrengungen von Suzuki France zum Trotz, waren die passenden Teile nicht aufzutreiben. Natürlich sind wir alle sehr enttäuscht und ich sage es nicht gerne, aber so ist der Rennsport nun mal. Ich weiß absolut zu schätzen, was jedes Teammitglied heute geleistet hat, um zu versuchen, das Motorrad und unsere Fahrer wieder auf die Strecke zu bringen. Darauf bin ich sehr stolz."– Yohei Kato, Yoshimura SERT Motul Teamleiter

Harte Zeiten für YART

Bereits nach einer Stunde forderte die Rennstrecke von Le Castellet vom Tabellenführer Yoshimura SERT Motul ihren Tribut. Das Team musste nach nur 34 Runden aufgeben. Hanika kämpfte sich bis auf den zweiten Platz vor und wurde in einen großartigen Kampf mit dem führenden Team und YARTs einzig wahrem Titelrivalen verwickelt. Die heiße Phase des Rennens um den Bol d’Or und die EWC-Meisterschaft hatte begonnen. Canepa fuhr souverän weiter, als die anspruchsvolle Strecke an der Cote D'Azur ein weiteres Opfer forderte. Ein technisches Problem des führenden Teams ermöglichte es dem Italiener, an die Spitze zu kommen und sich einen Vorteil aufzubauen. Zu diesem Zeitpunkt führte YART nicht nur das Rennen an, sondern lag auch in der Gesamtmeisterschaft ganz vorne. Als Fritz für seinen zweiten Stint übernahm, setzte er das hervorragende Tempo fort und vergrößerte die Lücke an der Rennspitze auf über 30 Sekunden.

Leider ging dem österreichische Team das Glück danach aus, denn als Fritz am Ende seines zweiten Stints zum Boxenstopp in die Pits fuhr, hatte er ein technisches Problem und musste das Motorrad zur Reparatur in die Box bringen. Das Team machte sich sofort an die Arbeit, um den Fehler zu diagnostizieren und zu beheben, denn alle wussten, dass ihre Chancen auf die Meisterschaft mit jeder verstreichenden Sekunde schwanden. Es war fast unglaublich, doch nach drei Stunden gelang es ihnen, die R7 mit der Nummer 1 wieder zum Leben zu erwecken. Karel Hanika wurde auf dem 39. Platz, 100 Runden hinter der Rennspitze, wieder auf die Strecke geschickt und versuchte, sich zurück ins Rennen zu kämpfen und möglichst viele Meisterschaftspunkte zu sichern.

Der 26-Jährige schaffte es auf seiner Out-Runde bis in Kurve 6, bevor er gezwungen war, auf der Strecke anzuhalten. Trotz der erneuten Bemühungen seines Teams erwies sich das Problem diesmal als irreparabel. YART musste das Rennen nach 104 gefahrenen Runden aufgeben. Damit war ihre Chance, erstmals seit 2009 wieder die EWC-Krone aufzusetzen, in Rauch aufgegangen. Trotz drei DNFs in vier Rennen im Jahr 2022 legte das YART-Team ein rasantes Tempo an den Tag, wie auch der Podiumsplatz in Le Mans zeigte, und es beendete die Saison mit 97 Punkten auf dem sechsten Gesamtrang.

Die EWC-Community zeigt ihre Unterstützung für Gino Rea

Gino Rea wurde nach seiner schweren Kopfverletzung, die er sich letzten Monat bei einem Unfall im Training für das 8-Stunden-Rennen in Suzuka zugezogen hatte, als Mitglied der FIM Endurance World Championship-Familie beim Bol d’Or sehr vermisst. Während er seine Genesung fortsetzt, startete seine Familie einen GoFundMe-Aufruf, um seine umfassende Rehabilitation zu unterstützen. Die Aktion wurde in der Live-Übertragung des Rennens im Fernsehen und über die Social-Media-Kanäle der EWC beworben. Alle Teams wurden mit Keep fighting Gino Rea Aufklebern für ihre Bikes als starkes Zeichen der Unterstützung für den beliebten britischen Fahrer versorgt, der F.C.C. TSR Honda France zu Beginn dieser Saison zu Podiumsplatzierungen in Le Mans und Spa-Francorchamps verholfen hat. Klicken Sie hier  für weitere Informationen zum Hilfeaufruf für Gino Rea.

Hinter den Kulissen des fantastischen Bridgestone-Teams

Die gesamte Saison über stand ein engagiertes und motiviertes Bridgestone-Team hinter den Kulissen bereit, um allen Teams und Fahrern bei Bedarf zu helfen. Ohne sie wäre die Meisterschaft nicht zu so einem großen Erfolg geworden. Deshalb geht ein großes Dankeschön an unsere Reifenmonteure, Reifeningenieure, Koordinatoren, …

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